LUST na dann.

Diesen Satz kennt fast jede Frau. Von der Ärztin, vom Partner, von der Freundin. Und irgendwann — aus dem eigenen Kopf. In dieser Episode rede ich darüber was „stell dich nicht so an" wirklich anrichtet. Nicht nur in einem Moment. Sondern über Jahre. Und warum er die Lust blockiert bevor sie überhaupt eine Chance hat.

Keine Aufzählung, keine Tipps. Zwei Szenen. Eine Erkenntnis. Und die Frage ob du den Satz gerade auch gehört hast — von dir selbst.

Zusammenfassung und das Wichtigste auf einen Blick

Ich fange da an wo es bei den meisten von uns anfängt: als Kind. Wenn du hingefallen bist und geweint hast und die Antwort war — steh erst auf, dann komme her. Erst aufstehen. Dann Trost. Als ob du das Recht auf das Gefühl erst verdienen müsstest indem du es überwindest.

Und dreißig Jahre später sitze ich beim Arzt und erzähle was mich beschäftigt. Und sie sagt — das ist völlig normal, das kommt in Ihrem Alter bei vielen Frauen vor. Gut gemeint. Aber keine Antwort auf meine Frage.

Stell dich nicht so an hat die Lust nicht weggemacht. Es hat die Frage danach begraben.

Das Wichtigste aus dieser Episode:

Der Satz kommt von überall — von Ärzten, Partnern, Freundinnen. Und irgendwann sitzt er im eigenen Kopf und klingt nach der eigenen Stimme.

Er beginnt in der Kindheit — lange bevor Lust überhaupt ein Thema ist. Das Muster entsteht früh: erst Gefühl überwinden, dann Zuwendung verdienen.

Gut gemeint ändert nichts am Schaden — was jemand beabsichtigt und was es in dir auslöst sind zwei verschiedene Dinge. Und du darfst benennen was es in dir auslöst.

Er schneidet die Frage ab — nicht die Antwort fehlt. Die Frage darf nicht mehr gestellt werden. Und wenn eine Frage lange genug nicht gestellt werden darf, hörst du irgendwann auf sie zu stellen.

Das ist kein Charakterfehler — das ist das Ergebnis davon dass du jahrelang gelernt hast dein eigenes Erleben nicht ernst zu nehmen.


Was in dieser Episode passiert

Ich erzähle von zwei Momenten.

Der erste ist aus der Kindheit. Hinfallen. Weinen. Und die Antwort: steh erst auf, dann komme her. Klingt vernünftig. Ist aber eine frühe Lektion in: dein Gefühl musst du erst überwinden bevor du Zuwendung verdienst.

Der zweite ist beim Arzt. Dreißig Jahre später. Ich sitze da, ich erkläre was mich beschäftigt, ich habe mir vorher überlegt wie ich es sage damit es nicht zu dramatisch klingt und nicht zu harmlos. Das Abwägen davor — das ist schon Teil des Problems.

Sie sagt: das ist völlig normal. Ich nicke. Ich stehe auf. Ich gehe. Und auf dem Heimweg denke ich — warum fühle ich mich nicht besser?

Weil gut gemeint und wirklich hilfreich zwei verschiedene Dinge sind.

Die Erkenntnis die mich lange begleitet hat

Stell dich nicht so an hat die Lust nicht weggemacht. Es hat die Frage danach begraben.

Weil jede Frage die lange genug nicht gestellt werden darf irgendwann aufhört gestellt zu werden. Weil du dich daran gewöhnst. Du packst es weg. Jeden Tag ein bisschen mehr. So leise dass du selbst nicht merkst wann es passiert ist.

Und dann stehst du eines Tages da und weißt nicht mehr wann es anders war.

Und falls du gerade denkst —

„Stell dich nicht so an, das ist doch kein Podcast der mir hilft."

Dann schau mal wie schnell der Satz da war. Wie automatisch. Das ist er. Das ist wie er funktioniert.

Du hast diesen Satz nicht verdient. Keine einzige Version davon.

Deine Frage war real. Sie ist es immer noch. Und sie verdient Raum.

Wenn dich heute etwas erwischt hat — komm auf lustnadann.de. Dort wartet die heimliche Folge auf dich. Eine Episode die ich aufgenommen und fast nicht veröffentlicht hätte. Zu nah. Nur für dich.

Lust — na dann. Weil 5 Minuten nicht reichen. Ich bin Silke.